Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist Begleitung/Unterstützung auf dem Weg der Selbstfindung, Erkenntnis und Autonomie. Sich anzunehmen ermöglicht Veränderung und Heilung.
Was tut der Therapeut, die Therapeutin?
Da sein, zuhören, mitfühlen, antworten, unterstützen, herausfordern, "emotional nachnähren", berühren, Grenzen geben, lockern, erlauben, verstehen, der Sache auf den Grund gehen und neue Wege finden helfen.
Psychotherapie gibt Raum für Erfahrungen, die im alltäglichen Stress und unter der üblichen Kontrolle in den eingefahrenen Situationen nicht (oder nicht wirksam genug) gemacht werden können. Verdrängte oder unterdrückte Gefühle werden fühl- und ausdrückbar, gehemmte Lebendigkeit und Atmung können frei werden und unerfüllte Bedürfnisse einer Erfüllung zugänglich. So können anstehende Entscheidungen leichter getroffen, Lebenslust, Liebes- und Arbeitsfähigkeit wieder frei und zugänglich werden.
Methoden, die wir verwenden: Körperpsychotherapie, Dynamische Gruppenpsychotherapie, Personenzentrierte Psychotherapie, systemische Familientherapie, psychotherapeutisch fundierte Orgontherapie, Ausdruck über kreative Medien und Tanz.
Stichworte zu unserer Art von Therapie: Körper-Psyche-Einheit, Atem, Bewegung, Wahrnehmung (Awarenes), Kontakt, Gefühl, Ausdruck, Lebendigkeit, Klarheit, Kraft, Präsenz, Selbsterkenntnis, Selbstregulation, Selbstheilung, Sexualität, Lebenslust, spirituelle Erfahrung, Berührung, Raum, Grenzen, Wohlgefühl, nondirektiv, systemisch, ganzheitlich, Freude am Leben inklusive der (alltäglichen) Arbeit.
Die Wurzeln unserer Arbeit sind:
Dynamische Gruppenpsychotherapie (ÖAGG)
Biodynamische Psychotherapie (Gerda Boyesen)
Systemische Familientherapie (Bosch, Stierlin, Merl u.a.)
Klientenzentrierte Psychotherapie (Carl Rogers)
Charakteranalyse, Vegetotherapie und Orgontherapie (Wilhelm Reich, Eva Reich, John Pierrakos, Alexander Lowen, David Boadella, Heiko Lassek)
Organismische Psychotherapie (Katherine und Malcolm Brown)
Humanistische und Transpersonale Ansätze von F. Perls, J. Moreno, S. Grof, J. Stattman u.v.a.
Was ist Körperpsychotherapie*?
Körperpsychotherapie bezieht sich auf Körper und Psyche, sieht beide als Einheit (Psyche beinhaltet hier Gefühl, Geist und Kognition, wie englisch "Mind"). Sie verwendet Worte, Gesten, Bewegung, Berührung. Es geht dabei um Wahrnehmung, Präsenz, Kontakt, Beweglichkeit, guten Tonus und Vitalität. Körperpsychotherapie gibt Grenzen und Halt, sie hilft, alte (einschränkende) Muster zu erkennen und unterstützt durch Annehmen und Verstehen autonom entstehende Veränderung bzw. Transformation.
Besonders wichtig ist dabei die Unterstützung der Atmung mit dem Ziel, dass sie je nach Bedarf unwillkürlich freier und tiefer, aber auch ruhiger und gleichmäßiger werden kann. Durch bestimmte Veränderungen des Atems können Gefühle sowohl hochkommen als auch ausklingen. Gefühle und innere Haltungen sind gleichzeitig körperliche Vorgänge, die gesehen, verstanden und auf der körperlichen Ebene beeinflusst werden können. Redewendungen wie "ein Brett vor dem Kopf ", "einen Stecken verschluckt ", "den Boden unter den Füßen verloren" haben zeigen genauso seelische wie körperliche Störungen, Spannungsmuster und Einseitigkeiten an, wie "einen Knödel im Hals", "die Nase voll", "Schiss" und "Schmetterlinge im Bauch" haben.
Durch tiefe "dynamische" Entspannung wird es möglich, traumatische Ereignisse und Verdrängtes bewusst zu erleben und sinnvoll zu verarbeiten. Durch die Berührungsarbeit kann der Körper auch auf der unbewussten Ebene Stress lösen und Reste von traumatischen Erlebnissen verdauen. Selbstregulation und Selbstheilung werden so gefördert. Daraus ergeben sich Konfliktlösung, Selbsterkenntnis, Kreativität und Kraft für Lebensveränderung und Glück. Wir arbeiten immer erfahrungsorientiert, aufdeckend und/oder Ich-stärkend je nach Situation und Person.
 
Die "humanistische Körperpsychotherapie"* (unsere Arbeitsweise und ihren theoretischen Hintergrund) haben wir ursprünglich aus der "Biodynamischen Psychologie und Psychotherapie" Gerda Boyesens, die sich neben O. Raknes (Schüler von W. Reich)  und A. Bülow-Hansen auf  S. Freud, C.G. Jung, W. Reich und C. Rogers beruft, und den anderen angegebenen Wurzeln (siehe oben) entwickelt. Diese ist eine sanfte und zugleich sehr wirkungsvolle Methode zur Förderung der Selbstheilung und des menschlichen Potentials.
Mehr Beschreibung finden Sie auf Literatur
*Körperpsychotherapie ist in Österreich nicht als Psychotherapie anerkannt.

Orgontherapie
auf tel. Anfrage: 4702443


 
Wann braucht jemand Psychotherapie - Körperpsychotherapie*?

Körperpsychotherapie* macht Sinn,
 

wenn du deinen Körper nicht genug/ganz spürst,
wenn du schon lange nicht mehr intensive Gefühle erlebt hast,
wenn du in deiner Entwicklung anstehst oder keinen Durchblick hast,
wenn du dich gehemmt fühlst, unsicher, einsam oder verloren,
wenn dein Leben ständig von Angst durchzogen ist,
wenn du nicht tun kannst, wofür du dich entschieden hast,
wenn du immer nur anfangen, aber nicht durchhalten oder beenden kannst,
wenn dich etwas ängstigt, was du selbst oder andere nicht für gefährlich erachten,
wenn deine Gefühle leicht steckenbleiben oder tief in dir versteckt sind,
wenn du dich nicht traust, deine Gefühle zu zeigen oder aus ihnen heraus zu leben,
wenn deine Gefühle überhandnehmen, du darin versinkst oder zerstörerisch wirst,
wenn du  zu viel Täuschung und Enttäuschung erlebst,
wenn du in schwarze Löcher fällst oder dunkle Wolken über dir schweben,
wenn deine Beziehungen nicht funktionieren oder immer wieder gleich enden,
wenn das Leben einfach fade ist oder an dir vorübergeht,
wenn du verwirrt bist oder Unsicherheit dein Leben durchzieht,
wenn Mühe und Stress überhandnehmen,
wenn dein Körper streikt oder Signale gibt, die du nicht verstehst,
wenn du chronisch angespannt, überdreht, zu schlaff, müde oder lustlos bist,
wenn Sexualität dich abstößt, bedroht, verunsichert oder nicht freut und erfüllt,
wenn andere sich vor dir fürchten, dich abstoßend oder uninteressant finden,
wenn deine Liebe nicht ankommt oder überhaupt verschüttet ist,
wenn Schmerz oder Wut zuviel werden,
wenn Ekel, Verachtung, Neid und anderes dich quält,
wenn deine Trauer nicht endet oder du Veränderungen nicht zulassen kannst,
wenn du nicht leicht loslassen kannst oder Hingabe für dich eine Schwierigkeit ist,
wenn du selten wirklich "DA" sein kannst,
wenn Ablenkung, Zerstreuung und Ersatz dein Leben prägen,
wenn dir die Mitte oder der Boden fehlt,
wenn du mehr Raum brauchst, um dich zu bewegen oder zu verwirklichen,
wenn du mehr Kraft oder Kreativität brauchst, deine Probleme zu lösen,
wenn dir Lust und Spielerisches in deinem Leben abgehen,
wenn die Begeisterung, das Ziel oder das Vertrauen fehlt,
wenn deine Verbundenheit mit der Welt, den Menschen und Gott gestört ist,
wenn dein Ich zu groß oder zu klein ist und dein Selbst nicht zugänglich,
wenn du nach dem Sinn (oder dem verborgenen Zweck) deiner Krankheit suchst,
wenn du Kraft und Gelassenheit für Heilung deiner somatischen Krankheiten brauchst,
wenn du nach Zusammenhängen von Krankheit und Kränkung bzw. Schock suchst,
wenn dir deine Arbeit zu viel oder uninteressant wird, wenn sie dich vereinnahmt,
oder wenn du einfach etwas Neues entdecken, ein Abenteuer erleben willst und
         Lebenslust und tiefe Erfüllung suchst.
 
Körperpsychotherapie* ermöglicht Verstehen der Wurzeln und Verwirklichung der Möglichkeiten, gibt Unterstützung, Herausforderung und Begleitung auf dem Weg, das Neue zu erleben, sich zu entwickeln und zu üben.

*Körperpsychotherapie ist in Österreich nicht als Psychotherapie anerkannt.
 
 


Kosten:
Gruppenpsychotherapie ist die preisgünstigere Form von Psychotherapie und kostet
1980.- EURO (37 Einheiten á 150 Min.) pro Jahr, das sind 27 Abende und zwei Wochenenden (diese werden von Gabriele und Christian Bartuska geleitet, wenn mehr als 9 Personen teilnehmen).
Einzeltherapie-Preise sind gestaffelt nach Einkommen ab 100.- Euro pro 50 Minuten-Sitzung (das ist im Rahmen der Honorarvorschläge des Bundesverbandes für Psychotherapie). Krankenkassen-Refundierung ist möglich, derzeit ca. 21,80 Euro/ Sitzung (WGKK) für Einzeltherapie, andere Kassen refundieren z.T. mehr. Bei einer durchschnittlichen Frequenz von zwei- oder dreimal pro Monat kommt man pro Jahr auf 20-30 Sitzungen.
Dauer der Therapie:
Sie richtet sich nach individuellen Bedürfnissen und dem Entwicklungsfortschritt und kann zwischen einer Sitzung und mehreren Jahren liegen. Manchmal ist eine grobe Abschätzung der Dauer im Voraus möglich, manchmal ändern sich die Ziele im Lauf der Arbeit und damit auch die Dauer (länger oder kürzer).
Jahres-Gruppen sind für ein Jahr verpflichtend (oder für den Rest bei späterem Einstieg, immer Schuljahr!), Einzeltherapie kann jederzeit beendet werden, wenn die letzte vereinbarte Sitzung für Reflexion, Zusammenfassung und Abschied verwendet wird.